Ingwer – Wirkung und Nebenwirkungen

Ingwer ist seit einiger Zeit auch im mitteleuropäischen Raum immer beliebter geworden. Ob im Tee oder als Bonbon – viele Menschen mögen den scharfen, herben Geschmack. Doch Vorsicht! Ingwer ist nicht für jeden zu empfehlen!  Im schlimmsten Fall kann er unerwünschte Beschwerden verstärken oder sogar verursachen.

Als Heilpraktikerin für TCM und 5-Elemente-Ernährungsberatung ist die Verwendung von Ingwer immer häufiger ein Thema in meiner Praxis. Leider häufig auch deshalb, weil viele meiner Patienten sich unwissentlich durch das Trinken von (zu viel) Ingwertee schaden. Ich finde es sehr bedauerlich und auch gefährlich, dass in vielen Zeitschriften und im Fernsehen der Ingwer häufig so unkritisch als generelles „Wundermittel“ aus der chinesischen Medizin gepriesen wird. Und dann nach dem Motto „viel hilft viel“ dazu führt, dass viele Menschen unter den Nebenwirkungen leiden, ohne es zu wissen.

Ingwer ist ein sehr wirksames pflanzliches Heilmittel aus der Traditionellen Chinesischen Medizin und wird in der Kräutertherapie (eher in der getrockneten Form) verwendet. Die frische Wurzel ist traditionell ein beliebtes Gewürz in der asiatischen Küche und der 5-Elemente-Küche. Es handelt sich um die Wurzel der Ingwerpflanze Zingiber officinale. Wie bei jeder Arzneidroge ist es wichtig, die Wirkung auf den Körper zu kennen. Und dann zu entscheiden, ob diese Wirkung dem einzelnen Menschen gerade gut tut oder vielleicht eher schaden kann.

Aus Sicht der TCM ist der Ingwer heiß und scharf. Er wirkt besonders auf die Organe Lunge sowie Magen und Milz der TCM. Zur Lunge gehören nach TCM auch die Haut und die Abwehrkraft. Durch die Schärfe wird die Lebensenergie Qi nach außen bewegt zur Körperoberfläche. Vielleicht kennen Sie das, dass Ihnen nach einem Ingwertee warm wird und Sie evtl. anfangen zu schwitzen?  Diese Wirkung erklärt den Nutzen von frischem Ingwer bei einer beginnenden Erkältung, die mit Frösteln und Kältegefühl beginnt. Wenn man schnell genug mit Ingwertee darauf reagiert, kann man die eingedrungene Kälte mit etwas Glück dadurch wieder vertreiben und die Erkältung abwenden.

Vorsicht ist aber geboten, wenn die Erkältung schon fortgeschritten ist und mit Hitzezeichen (z.B. Fieber, gelber Auswurf, Lungenentzündung) einhergeht. Dann sollte man lieber die Finger vom Ingwer lassen, da er die Hitze noch verstärken würde.

Der Bereich Magen und Milz regiert aus Sicht der TCM den Verdauungsapparat. Etwas frischer Ingwer z.B. an Fleischgerichten wärmt „den Bauch“, wirkt durch die Schärfe bewegend und fördert somit die Verdauung. Wer aber schon zu viel Hitze im Magen hat, was sich z.B. in Sodbrennen, Gastritis oder brennenden Schmerzen zeigen kann, sollte Ingwer meiden. Generell sollten Menschen mit Anzeichen von Hitze oder Trockenheit Ingwer mit entsprechender Vorsicht und höchstens in kleinen Mengen konsumieren. Solche Anzeichen sind beispielsweise akute oder chronische entzündliche Prozesse, Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schwitzen oder Hitzewallungen, Unruhe, Nervosität, Schlafstörungen, Trockene Haut, Haare oder eine Verstopfungsneigung mit trockenem Stuhl. Im Zweifel lassen Sie sich von einem TCM-Therapeuten beraten!

Heilpraktiker Köln Praxis Sabine Kakizaki Heilpraktikerin Köln: Praxis für trad. chinesische Medizin (TCM), Akupunktur, 5-Elemente-Ernährung in Köln Bayenthal

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